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Resümee für den Frauenfußball in der DDR
Die hier ausgewählten zehn Bezirke dienten zur Rekonstruktion der ersten Epoche des DDR-Frauenfußballs von seinem erstmaligen Auftauchen in den Medien I960, über die frühesten Zeitzeugnissen von Spielerinnen 1967 und die Entwicklung ihrer Sportart bis zur Einführung der nationalen DDR-Bestenermittlung 1979.

Grundsätzlich kann für die sporthistorische Forschung festgehalten werden, dass die Frauen für jede Etappe ihrer spielerischen und strukturellen Entwicklung v. a. in den Anfängsjahren kämpfen mussten. Innerhalb der Sportstrukturen der DDR, vielmehr des Deutschen Fußball-Verbandes, mussten sie sich zunächst in die Kategorie Freizeit- und Erholungssport einreihen. Dementsprechend wurde ihre Sportart auch 1971 in die Spielordnung aufgenommen. Erste Wettkampfformen wurden im Volkssportkalender veröffentlicht. Doch bis es so weit war, organisierten sich die Frauen selbst und hatten in der Regel an ihrer Spitze einen männlichen Übungs- oder Abteilungsleiter, der sich für ihre Sache engagierte. Die wichtigste Grundstruktur des DDR-Frauenfußballs, der das Überleben dieser neuen Sportbewegung sicherte, war die Angliederung an die Betriebssportgemeinschaften der einzelnen Trägerbetriebe. Durch einen Abteilungsleiter, der an der Schnittstelle zwischen BSG-Leitung und Sektion Fußball – verantwortlich für den Frauenfußball – saß, konnten Gelder für Reisen zu Auswärtsspielen oder für Trainingsmaterialien aus dem Kultur- und Sozialfond des Betriebes weitergegeben werden, wenngleich sich der so zur Verfügung stehende Rahmen in Grenzen hielt. Die Erinnerungen von Zeitzeugen, die diese Rollen ausfüllten – wie Werner Lenz, Jan-Peter Richter und Bernd Schröder – bestätigen dieses Bild. Dass einige Frauenteams indes weit weg waren von den Bedingungen, die den Männerteams in der Regel zur Verfügung standen – wie eine bezahlte Ausrüstung und Wettkampfreisen, Training während der Arbeitszeit oder Prämien -, und sich zunächst vollständig selbst finanzierten, bedarf der besonderen Erwähnung. Dies war in dem an Förderung und Unterstützung gewöhnten DDR-Sport eine Ausnahme, die jedoch belegt, mit welcher Leidenschaft Fußball gespielt wurde.

Neben dieser langsamen institutionellen Entwicklung in den 1970er Jahren waren es v. a. die Spielerinnen selbst, die sich von den Rahmenbedingungen nicht entmutigen ließen. Es herrschte eine regelrechte Jetzt erst Recht-Mentalität bei den Fußballerinnen der ersten Stunde. Sie engagierten sich von Beginn an für ihren Sport, und ihre Trainer, allen voran Bernd Schröder, verfuhren nach der erfolgreichen Freundschaftsspielstrategie. In der damaligen DDR-Fußballsprache auch Werbespiele genannt, spielte man an den Orten, wo noch nie zuvor Frauenfußball gezeigt worden war. Dies hatte den Vorteil, dass die Spannung des Spiels in den Heimatorten gehalten wurde und dass die Frauen schon bei ihren ersten Spielen recht viel Publikumszuspruch erhielten, weil sie im gewissen Sinne eine Attraktion darstellten. Auch wenn zu Beginn das spielerische Niveau der Damen noch nicht das Beste war, blieben sie am Ball.

Die Mannschaften, die sich spielerisch früh weiterentwickelten, verfügten in der Regel zum einen über gut ausgebildete Übungsleiter und zum anderen über Spielerinnen, die sportlich talentiert waren. Denn als zweiter wesentlicher Erfolgsfaktor der frühen DDR-Fußballerinnen lässt sich die solide sportliche Grundausbildung anführen, die viele der Spielerinnen zum Beispiel als vormals aktive Leichtathletinnen oder Handballerinnen besaßen.

Zu guter Letzt beförderte eine geringe, aber vorhandene Medienberichterstattung in den national bekannten Sportzeitungen und in den Fernsehsendungen Sport Aktuell oder Sportreporter den Bekanntheitsgrad des Frauenfußballs. Vor allem die Betriebszeitungen sorgten für die lokale Information der Mitarbeiter und der Bevölkerung.

Auch wenn die hier dargestellten offiziellen Beschlussvorlagen und Beschlüsse des DFV der DDR recht deutlich zeigen, dass der Frauenfußball nur in der Nische FES geduldet wurde und die Verantwortlichen wohl insgeheim hofften, dass sich die Bewegung wieder auflösen würde, blieben die Fußballerinnen ihrem Sport treu und sorgten Ende der 1970er Jahre dafür, dass der Verband auf die steigende Anzahl von Frauenmannschaften mit der Einführung der DDR-Bestenermittlung 1979 reagieren musste.

Auch in der Bundesrepublik entwickelte sich in der Zwischenzeit – trotz des informellen Verbots durch den DFB – ein Frauenfußballbetrieb, der vom Verband bis Oktober 1970 ausdrücklich nicht erwünscht war. Welche Unterschiede oder Paralellen sich zum DDR-Frauenfußball finden lassen, wird im nächsten Artikel dargestellt.

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